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Die erste Skizze des Ateliers

Eine Idee entsteht: Die erste Skizze des Ateliers (Frühjahr 2014)

Schematische Zeichnung des Ateliers

Schematische Zeichnung für den Architekten (Frühjahr 2014)

Der Grundriss von Gelände und Gebäuden

Grundriss, durchgezeichnet von Dipl.-Ing. Björn Sellge (Planungsb├╝ro Blaustift)

Außenansicht der Gebäude

Die (nahezu) fertiggestellten Gebäude von außen (Sept. 2015)

Die Galerie

Das Galeriegebäude (Jan. 2016)

Gästeatelier

Das Gästeatelier (Dez. 2015, Foto: Vincent Thoss)

Neues Atelier in Wolfsburg

Den Neubau meines Ateliers sehe ich als mein bis dahin größtes Design-Projekt an. Gezwungungen, meinen alten Standort aufzugeben, war ich vor die Wahl gestellt, eine neue Werkstatt zu mieten oder ein Gelände zu kaufen und darauf zu bauen. Schließlich ergab sich letzteres.

Nun waren viele Möglichkeiten offen. Lediglich die Geländeform und die Baugrenzen gaben einen äußeren Rahmen vor. Die internen Anforderungen waren umfangreicher.

Es sollte ein Ort entstehen,

  • an dem sich BesucherInnen gern aufhalten und der durch seine Attraktvität Werbung für sich selbst macht.
  • der zu kreativem Arbeiten anregt.
  • wo der durch die Steinbearbeitung entstehende Staub kein Problem für andere Nutzer darstellt.
  • der für verschiedene Veranstaltungen geeignet ist.
  • der auf den ersten Blick klar macht, worum es hier (in etwa) geht; das heißt, er musste zu einem Bildhauer passen.
  • der auch auf mittlere bis lange Sicht den Anforderungen der Produktion und der Veranstaltungen gerecht wird oder der ausbaubar ist.

Diese und weitere Kriterien waren zu beachten, um die Investition in diesen Neubau zu einer guten Investition zu machen.

Entstanden ist schließlich ein Entwurf der die Eintretenden nach innen zum Hauptplatz zieht. Durch die interessante Architektur verspürt man den Wunsch, sich in die Mitte des Ensembles zu begeben, um alles besser überblicken zu können. Die Höhe der Gebäude beeindruckt. Durch die Randlage im Industriegebiet mit einem naturbelassenen Umfeld und durch die Häuser und die sie umgebenden Erdwälle von der Straße abgeschirmt, entsteht gleichwohl der Eindruck, an einem idyllischen kleinen Ferienort angekommen zu sein - abseits der Hektik des Alltages. Schon in Hauptbauphase kamen immer wieder Vorübergehende näher, die sich für die Anlage interessierten und begeisterten.

Durch die Änderung des üblichen Konzeptes "Alles-unter-einem-Dach" auf das Konzept "ein-Gebäude-je-Funktion" kann nun jeder Raum unabhägig von der gleichzeitigen Nutzung der anderen Räme "bespielt" werden. So kann beispielsweise eine Person im Atelier viel Lärm und Staub bei der Steinbearbeitung verursachen, ohne doch das ruhige Gespräch in der Galerie oder die Arbeit an einem Wachsmodell im anderen Atelier im mindesten zu stören.

Die Würfelform der drei kleineren Häuser ist eine geometrische Grundform, die für die plastische Arbeit von Bedeutung ist. Die unterschiedlichen Materialien der Fassaden (Holz, Stein, Metall) symbolisieren unterschiedliche Werkstoffe in der Bildhauerei. Das Hauptgebäude, das etwa doppelt so breit wie ein Würfel ist, wird durch ein vertikales Fenster optisch geteilt. Es erweckt so den Eindruck, als wären zwei weitere Würfel zusammengeschoben worden.


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